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Vernachlässigung der Jugendarbeit

Rechtsruck ist die Quittung

Halle.

Der wachsende Zulauf Jugendlicher zu rechtsextremen Gruppen und das Ansteigen der Jugendkriminalität sind nach Auffassung der JUNGE GRUPPE in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Quittung für die Vernachlässigung der Jugendarbeit durch Staat, Kirchen, Parteien und Gewerkschaften.

Ralf Knospe, Bundesvorsitzender der GdP-Jugendorganisation, die 42 000 junge Polizistinnen und Polizisten im Bundesgebiet vertritt: "Seit Jahren werden überall Mittel für Jugend- und Jugendsozialarbeit gekürzt, jugendpolitische Forderungen stoßen überall auf Desinteresse. Der Mangel an sinnvollen Freizeitangeboten wird von rechtsextremen Gruppierungen, wie z.B. der Wiking-Jugend regelrecht ausgenutzt. Niemand braucht sich zu wundern, wenn Jugendliche in die Arme rechter Rattenfänger flüchten oder kriminell werden."

Die JUNGE GRUPPE, die am Montag, 18. Mai 1998 in Halle ihre 10. Bundesjugendkonferenz eröffnet, hat ihre Delegierten aufgerufen, sich vor der Eröffnung der Veranstaltung an einer "Demonstration gegen rechts" durch die Hallenser Innenstadt zu beteiligen.

Der Rechtsruck in der Jugend, Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität und die Zukunft von Polizei und Gesellschaft werden die zentralen Themen der 10. Bundesjugendkonfernz der JUNGE GRUPPE (GdP) vom 18. bis 20. Mai in Halle sein

Rund 140 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet und zahlreiche Gäste aus Politik und Gewerkschaften werden in Halle erwartet.