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GdP-Niedersachsen:

10.000 Polizisten im Castor-Einsatz

Pressemeldung der GdP-Niedersachsen vom 9. November 2006:

Hannover. Wie fast alle Jahre wieder, wird auch in diesem November der Castorzug, beschützt und bewacht von rund 10.000 Polizisten, durch die Bundesrepublik ins Wendland rollen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert die Vergütung der Einsatzkräfte. Sie wird im Castor-Einsatz vor Ort sein.

In einer friedlichen, freundlichen und ruhigen Region herrscht an diesem Wochenende sowohl für die Bürger als auch für die Polizei der gesamten Bundesrepublik Ausnahme-zustand. Die GdP rechnet mit etwa über 10.000 Einsatzkräften während des Castor-Transportes.

„Polizisten sind weiterhin über die Vergütung während des Einsatzes sauer“, sagt der Landesvorsitzende der GdP, Bernhard Witthaut. Bis 2004 haben die niedersächsischen Einsatzkräfte die gesamte Einsatzzeit vergütet bekommen. Weil 2005 angeblich die Unter-künfte besser als zuvor waren, wurden die Bereitschaftszeiten nur noch zu 25 % vergütet. „Dagegen gehen wir mit einer Musterklage vor“, so Witthaut. In diesem Jahr sollen die Bereitschaftszeiten mit 33 % vergütet werden. „Auch damit sind wir nicht einverstanden. Wer schon einmal in einem solchen Einsatz war, in kleinen Containern untergebracht war, der wird wissen, dass an Ruhe und Erholung auch in den Bereitschaftszeiten nicht zu denken ist. Deswegen fordern wir eine 100 % Anrechnung der Bereitschaftszeiten“, so der GdP-Chef.

Die GdP hofft auf einen friedlichen Einsatz und dass es sowohl bei den Einsatzkräften als auch bei den Atomkraftgegnern nicht zu körperlichen Schäden kommt.

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