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Mitmachen bei der Kundgebung

GdP Sachsen schreibt offenen Brief an Ministerpräsidenten Tillich

Kesselsdorf.

Die GdP Sachsen ruft die sächsischen Polizeibeschäftigten zu einer Versammlung und Kundgebung am 13. Dezember 2011 zwischen sächsischer Staatskanzlei und dem Innenministerium auf. Zahlreich und machtvoll soll der Unmut über die Streichung der Sonderzahlung ausgedrückt werden. Im Vorfeld der Kundgebung wird der Ministerpräsident durch die Gewerkschaft der Polizei in einem Offenen Brief noch einmal aufgefordert, alles für die Leistungsanerkennung der Polizeibeschäftigten zu tun. "Von verbalen Versprechungen und Dankesworten haben wir genug! Wir erwarten ein klares Zeichen durch die Staatsregierung!"

Hier der Wortlaut des Offenen Briefes:


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,

wir wünschen Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2012!

Wir alle wünschen uns, dass sich das neue Jahr friedlich, sicher und harmonisch gestalten wird.

Wir versichern Ihnen, dass wir zuverlässig und in hoher Qualität dafür Sorge tragen werden, dass diese Wünsche aus polizeilicher Sicht in Erfüllung gehen. Mit Engagement, Einsatzbereitschaft und gegebenenfalls mit persönlichen Entbehrungen setzen sich unsere Kolleginnen und Kollegen trotz aller Widrigkeiten für den Erhalt der Inneren Sicherheit ein.

Aber auch wir als Gewerkschaft der Polizei haben uns einiges vorgenommen. Mit großer Sorge mussten wir im vergangenen Jahr beobachten, dass unsere Kolleginnen und Kollegen zwar verbale Anerkennung für ihre nachweislich gute Arbeit erhalten, ihnen jedoch eine finanzielle Leistungsanerkennung verwehrt wird.

Gravierende Beispiele hierfür sind:

- Festlegung eines einheitlichen Beförderungsstichtages

- Anhebung der Altersgrenzen

- Streichung der Sonderzahlung

Auf diese Missstände müssen wir als Interessenvertreter unserer Kolleginnen und Kollegen immer wieder hinweisen! Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden  Mitteln für die Durchsetzung der berechtigten Forderungen unserer Mitglieder kämpfen. Dabei können wir mit der moralischen Unterstützung einer breiten Masse rechnen, die unsere Arbeit zu schätzen weiß.

Im Gespräch mit Ihnen am 09.08.2011 zeigten Sie in allen angesprochenen Punkten Verständnis und versicherten, dass durchaus die Leistungsanerkennung in Ihren Gedanken eine Rolle spielt. Bisher ist jedoch noch keine positive Entscheidung für die Beschäftigten der Polizei zu erkennen.

Das Jahr 2012 wird uns vor weitere Herausforderungen stellen, die unsere Kolleginnen und Kollegen mit hoher Kompetenz meistern müssen. Verwiesen sei hier auf das Projekt „Verbesserung der Effizienz und Qualität der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung“, kurz „Polizei.Sachsen.2020“ genannt, welches grundlegende Veränderungen in der Struktur der sächsischen Polizei nach sich zieht.

Wir rechnen fest damit, dass am Ende des Jahres 2012 die Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen - so wie es in der Wirtschaft in vielen Bereichen üblich ist - auch finanziell anerkannt werden.

Um uns dabei zu unterstützen, wie Sie es uns bereits zugesagt haben, wünschen wir Ihnen Kraft, Mut und Durchsetzungsvermögen.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

für ein klärendes Gespräch bezüglich der aktuellen Problemfelder sowie der künftigen Entwicklung der sächsischen Polizei stehe ich Ihnen auch gern weiterhin kurzfristig zur Verfügung.