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Nach Attentaten von Paris:

GdP fordert bessere Schutzausstattung für die Polizei

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, die Schutzausstattung der Polizistinnen und Polizisten in Deutschland zu verbessern. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Die Sicherheitspolitiker in Bund und Ländern müssen den Erfahrungen aus den Attentaten von Paris Rechnung tragen. Das Risiko terroristischer Einzeltäter, die unvermittelt und mit schwerer Bewaffnung zuschlagen, hat sich erhöht. Deshalb muss dafür gesorgt werden, dass jeder Polizeibeamte und jede Polizeibeamtin eine persönliche Schutzweste zur Verfügung gestellt bekommt. Noch verfügen nicht alle Kolleginnen und Kollegen über eine solche Ausrüstung. Die Forschung nach Schutzwesten, die auch vor größeren Kalibern schützen und für den täglichen Dienst tauglich sind, muss vorangetrieben werden.“

Die dafür zuständige Bundesregierung forderte Malchow auf, den Bestand an geschützten Sonderwagen für die Bundespolizei und die Bereitschaftspolizeien der Länder zu modernisieren und aufzustocken.

Malchow: „Insbesondere bei Geisellagen, bei denen die Täter wie in Frankreich mit schweren Waffen ausgestattet sind, müssen die Überlebenschancen meiner Kolleginnen und Kollegen erhöht werden.“ Der Gewerkschaftsvorsitzende appellierte an die Innenministerkonferenz, eine umfassende Verbesserung der Schutzausstattung der Polizei auf die Tagesordnung ihrer Frühjahrskonferenz zu setzen