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18. Europäischer Polizeikongress in Berlin:

GdP: Sicherheitsbehörden auf neue Herausforderungen einstellen

Berlin.

Der am Dienstag in Berlin beginnende 18. Europäische Polizeikongress ist nach Worten des Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, eine Chance, umfassend über Konsequenzen aus den Pariser Attentaten zu diskutieren. Malchow sagte am Montag in Berlin: „Polizeifachleute und Politiker werden sich zwei Tage lang mit der Infrastruktur und der Architektur europäischer Sicherheit beschäftigen. Die Sicherheitslage in Deutschland erfordert es, Polizei und Nachrichtendienste personell und technisch auf die neuen Herausforderungen einzustellen.“

Als einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete Malchow die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, zehn schwere Panzerwagen des Typs "Eagle IV", die in Afghanistan stationiert waren, bis zum Sommer der Bundespolizei zur Verfügung zu stellen. „Die Attentate von Paris haben gezeigt, dass Terroristen in Europa über schwere Waffen verfügen. Deshalb muss die Schutzausstattung meiner Kolleginnen und Kollegen verbessert werden“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende. Nachholbedarf besteht laut Malchow vor allem bei Mitteln und gesetzlichen Möglichkeiten zur Bekämpfung der Finanzierung des internationalen Terrorismus, der Modernisierung der Telekommunikationsüberwachung und der Kommunikationsanalyse.