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GdP Niedersachsen: Sachliche Debatte um Sicherheit beim Fußball nötig

Hannover, 31. Mai 2012:.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen ruft zur Versachlichung der aktuellen Diskussion rund um Fußballspiele auf.

„Jegliche Form von Gewalt bei Fußballspielen ist nicht zu dulden und ihr muss entgegengetreten werden. Es darf hierbei aber nicht zu pauschalen Verurteilungen aller Fußballfans kommen“, sagt der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „Die Strategie muss aus zwei Teilen bestehen: Einerseits sind alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um Ausschreitungen zu verhindern und Gewalttäter auszugrenzen oder festzunehmen. Andererseits müssen Fanprojekte und Prävention massiv unterstützt werden“, fordert er. Zahlreiche dieser Projekte arbeiteten seit Jahren erfolgreich, auch die Absprachen mit der Polizei funktionierten vielerorts sehr gut.

„Dieser Weg muss weiter beschritten werden, ohne die positiven Emotionen friedlicher Fans zu unterbinden“, betont Dietmar Schilff. Die Forderung nach Abschaffung von Stehplätzen in Stadien sowie die Einführung von Fußfesseln seien auch rechtlich sehr problematisch.
Der GdP-Landesvorsitzende wird diese differenzierte Position auch bei einem Podiumsgespräch der Friedrich-Ebert-Stiftung am 31. Mai 2012 in der Stadthalle Braunschweig (Beginn 18 Uhr) vertreten. Dort wird er unter anderem mit Willi Lemke diskutieren, der inzwischen als UN-Sonderbeauftragter für Sport im Dienst von Frieden und Entwicklung tätig ist.