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GdP-Bundespolizei: Abstände interner Anschläge auf persönliche Integrität des BPOL-Präsidenten immer kürzer

Berlin.

"Die Abstände der internen Anschläge auf die persönliche Integrität des Präsidenten der Bundespolizei werden immer kürzer und immer perfider", kommentiert Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, die heutige Meldung der BILD-Zeitung über eine angebliche Ablösung von Matthias Seeger. "Ganz offensichtlich von interessierter Stelle aus dem unmittelbaren Umfeld des Präsidenten der Bundespolizei wurde an die BILD-Zeitung das böse Gerücht lanciert, Bundesinnenminister Friedrich beabsichtige, seinen obersten Bundespolizisten abzulösen."

Nach Beobachtungen der GdP nehmen die Versuche aus offenkundig obersten Führungskreisen an Häufigkeit und Intensität zu, Präsident Matthias Seeger zu desavouieren und dadurch politischen Druck über die Medien aufzubauen, ihn abzulösen. "Damit wird jedoch nicht nur der Präsident beschädigt, sondern die ganze Bundespolizei in den Dreck gezogen", so Scheuring.

Erst im Februar 2012 hatten Seegers interne Gegner der Zeitung BILD am Sonntag im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die Neonazi-Terroristen der NSU eine erfundene Geschichte über angebliche Datenvernichtung durch die Bundespolizei "verkauft" und dafür internen E-Mail-Verkehr aus Polizeiservern gestohlen. Die Geschichte stellte sich als frei erfunden heraus, die BILD am Sonntag musste Gegendarstellungen veröffentlichen. Haften blieb der unzutreffende und bösartige Eindruck, dass Präsident Seeger gegen das BKA operieren würde.

Auch im Zusammenhang mit den Finanznöten der Bundespolizei wurde Seeger offenbar von eigenen Spitzenführungskräften hintergangen, als nach seinem Auftritt im Haushaltsausschuss des Bundestages interne Vermerke der Presse zugespielt wurden, um ihn blosszustellen.

"Die Beispiele der Illoyalität und Lüge ließen sich leider fortsetzen", so der Gewerkschaftsvorsitzende Scheuring.

"Unser Präsident, an den wir natürlich auch eigene Erwartungen haben und mit dem wir offen und kritisch umgehen, genießt wegen seiner sozialen Kompetenz und menschlichen Art in der Bundespolizei hohes Ansehen. Er muss leider nicht zum ersten Mal ertragen, dass offenbar von einigen wenigen illoyalen Vertretern der Führung versucht wird, ihm durch Streuung falscher Gerüchte persönlich zu schaden", so Scheuring.
"Denjenigen, die offenbar für eigene Karrierepläne nicht davor zurückscheuen, auch gegen Vorgesetzte zu intrigieren und dafür Gerüchte streuen, wären gut beraten, ihre Energien stattdessen für die Lösung der bekannten Probleme in der Bundespolizei zu verwenden."

Von Bundesinnenminister Dr. Friedrich erwartet die Gewerkschaft der Polizei, dass er solchem illoyalen Verhalten endlich Einhalt gebietet und so dem Präsidenten der Bundespolizei den Rücken stärkt. "Es ist eine Frage der Binnenhygiene, solchen 'Brutusfallen' nicht auf den Leim zu gehen. Illoyalität darf nicht zum Erfolg führen", so Scheuring.