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GdP zum Tötungsdelikt an Asylbewerber in Dresden:

Anerkennung der GdP für Ermittler nach zügiger Aufklärung

Berlin.

Mit Anerkennung reagierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, auf die Ermittlungsergebnisse der Dresdner Polizei nach dem Tötungsdelikt an einen jungen Asylbewerber aus Eritrea. Malchow sagte am Freitag in Berlin: "Meine Kolleginnen und Kollegen haben sich in keiner Weise durch erste öffentlich geäußerte Vermutungen Außenstehender, diese Tat habe einen fremdenfeindlichen Hintergrund, weder beirren noch unter Druck setzen lassen. Sie haben klassische Ermittlungsarbeit dagegen gesetzt und bereits rund eine Woche später einen Täter überführt. Selbstverständlich haben die Beamtinnen und Beamten dabei in alle Richtungen ermittelt – auch solche Hinweise bedurften sie nicht."

Mehr Zurückhaltung forderte der 51-Jährige GdP-Chef, selbst Kriminalbeamter und vor seinem Gewerkschaftsamt Leiter der Kriminalpolizeidienststelle Kiel, von Vertretern der Politik. "Die Ermittler arbeiten dann am effektivsten, wenn sie bei ihrer Arbeit in Ruhe gelassen werden und ihr kriminalpolizeiliches Gespür und kriminologisches Wissen anwenden können." Der Grünen-Bundesabgeordnete Volker Beck habe mit seinen wenig hilfreichen Bemerkungen und einer eher die Justiz belastenden als weiter führenden Strafanzeige gegen die Dresdner Polizei gezeigt, wie gefährlich es sei, einseitig zu denken.
Foto: Thorben Wengert - pixelio.de