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Außen hui, innen pfui: GdP Berlin beklagt Mängel an neuer Feuerwache Pankow

- Zügige Nachbesserungen gefordert -

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist unzufrieden mit der neuen Feuerwache an der Pasewalker Straße in Pankow, die am Donnerstag (30.10.2014) bezogen wurde. Denn bei der Planung des Neubaus wurden viele Fehler gemacht.

Neben fehlenden Hallenstellplätzen mit Ladeeinrichtung für die Reserve-Einsatzfahrzeuge ist die Raumbemessung in vielen Bereichen zu knapp ausgefallen. So müssen sich beispielsweise im Falle einer Alarmierung zehn Feuerwehrleute in einem knapp 10 m2 großen Raum gleichzeitig Ihre Brandschutzkleidung anziehen. GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp: „Pro Mann ein Quadratmeter Platz, um sich die schwere und sperrige Ausrüstung anzulegen … na, herzlichen Glückwunsch! Ich frage mich, wer so etwas plant und vor allem: wer solchen Plänen zustimmt. Unfassbar! Wir verlangen, dass jetzt schnellstens eine Mängelliste erstellt und die Mängel behoben werden. Eine gute Idee wäre es, einfach mal die Mannschaft diesbezüglich zu befragen.“

Problematisch ist auch die Lagerhaltung für Schläuche, Ölbindemittel und Rettungsdienstdecken. Diese sind im Keller untergebracht, ein palettenfähiger Aufzug ist nicht vorhanden. Sämtliche Utensilien müssen über das Treppenhaus (im sauberen Bereich) transportiert werden. Während für die Aufbewahrung von entzündlichen Flüssigkeiten und Ölen ein spezieller Container im Hof aufgestellt wurde, wurde eine Lagermöglichkeit für Druckgasbehälter vergessen.

Darüber hinaus mangelt es u. a. an Schreibtischcontainern für die persönlichen Unterlagen und Utensilien der Feuerwehrleute – und wenn Feuerwehr-Azubis zum Praktikum nach Pankow geschickt werden, gibt es für sie keinen Platz.

Oliver Mertens, Mitglied des Geschäftsführenden Landesbezirksvorstandes der GdP und zuständig für die Feuerwehr: „Es ist nun an den Kollegen der Feuerwache, das Beste aus der Lage zu machen und mit ihrem Improvisationstalent einen Dienstbetrieb zu ermöglichen, aufrechtzuerhalten und auch noch Arbeitszufriedenheit zu erlangen. Wir Deutschen gelten weltweit als Perfektionisten, doch allem Anschein nach arbeiten wir hart daran, diesen Ruf zu zerstören. Das ist armselig und alles andere als sexy.“