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GdP zu Drogen- und Suchtbericht 2014:

Bekämpfung von Drogenkriminalität international enger verzahnen

Berlin.

Eine eng verzahnte internationale polizeiliche Zusammenarbeit im Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität, ausreichende personelle Ressourcen bei polizeilichen Ermittlern und intensivierte bundesweite Anti-Drogen-Kampagnen forderte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, anlässlich des heute von der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler in Berlin vorgestellten "Drogen- und Suchtberichts 2014" der Bundesregierung. Malchow: "Vor allem die besorgniserregende Entwicklung bei Erstkonsumenten (+ sieben Prozent) kristalliner Methamphetamine, dem sogenannten Crystal Meth, macht deutlich, dass Drogenkriminelle die Freizügigkeit Europas für ihre Zwecke immer stärker nutzen. Dem müssen die Polizeien ein dicht geknüpftes Ermittler- und Ermittlungsnetz entgegen stellen, wo es weder zu Informationslecks noch zu unnötigen Verzögerungen in der aktuellen Ermittlungsarbeit kommt."

Der GdP-Vorsitzende zeigte sich über die Zunahme der Zahlen der Sicherstellungsfälle (+ zehn Prozent) wie auch der sichergestellten Drogenmengen (+ drei Prozent) im Bereich der synthetischen Drogen erfreut. "Vor allem für die Hersteller und Verkäufer von Crystal Meth muss aber das Risiko, von der Polizei das Handwerk gelegt zu bekommen, deutlich steigen." Auf den ersten Blick sei es zwar ermutigend, wenn mehr Drogen beschlagnahmt werden konnten, jedoch müsse die Polizei in die Lage versetzt werden, über längere Zeit mit Hochdruck nach den Drogen-Hintermännern sowie den Produktionsstrukturen und Vertriebswegen zu fahnden."
Foto: Thorben Wengert - pixelio.de