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Nach Einsatz bei NPD-Demo

Berlins Regierender wünscht verletzten Kolleginnen und Kollegen rasche Genesung

Berlin.

Irritiert zeigten sich Einsatzkräfte der Berliner Polizei über die in den Medien veröffentlichten Bewertungen führender Berliner Politiker des Demonstrationseinsatzes am vergangenen Samstag, als mehrere Tausend Gegendemonstranten in Berlin einen NPD-Aufmarsch durch Kreuzberg verhindert hatten.

Der Zug von 100 Neonazis war bereits nach kurzer Zeit nur etwa 200 Meter weit gekommen und musste dann umkehren, weil die Strecke in alle Richtungen blockiert war.

So hatte unter anderen Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den friedlichen Demonstranten mit den Worten gedankt: "Die Berlinerinnen und Berliner haben heute einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, dass in Berlin für den braunen Mob kein Platz ist. Ich danke allen, die heute friedlich ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz in der Metropole Berlin gesetzt haben."

Aus Sicht der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen ging es allerdings gar nicht friedlich zu: Es kam zu massiven Angriffen von Gewalttätern, 17 Beamte wurden verletzt.

Auch die GdP hatte öffentlich kritisiert, dass in den Äußerungen der Politiker hierzu kein Wort zu hören gewesen war. Wie der GdP erst jetzt bekannt wurde hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit in seinem Statement allerdings auch betont: "Danken möchte ich auch den eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten, die diesen schwierigen Einsatz sehr gut bewältigt haben. Leider wurden einige Beamte bei Gewalttätigkeiten verletzt. Ihnen wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung." Innensenator Frank Henkel (CDU) lobte die Polizei: "Sie hat in einer sehr unübersichtlichen und schwierigen Situation gewohnt professionell gehandelt." Insgesamt überwiege deutlich das Bild eines friedlichen Gegenprotestes.