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Castor: GdP Niedersachsen fordert Eingreifen von McAllister

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen hat eine Resolution zum bevorstehenden Castortransport verabschiedet und wendet sich damit an den Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister.

In der Resolution, die bei einem Delegiertentag der GdP von den rund 200 Teilnehmenden einstimmig beschlossen wurde, bekräftigt die GdP ihre Forderung, den Transport abzusagen, solange die Zweifel an den offiziellen Messwerten nicht eindeutig ausgeräumt worden sind. „Die Gesundheit der Polizeikräfte und der Bevölkerung muss oberste Priorität haben“, sagt der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff zum Schreiben an Ministerpräsident David McAllister. „Nach Kenntnisnahme der offiziellen Zahlen waren wir bereits alarmiert. Die Analysen von regierungsunabhängigen Organisationen wie zum Beispiel Greenpeace zeigen nun aber sehr deutlich, dass die Befürchtung überhöhter radioaktiver Belastung weiter besteht“, betont der GdP-Landesvorsitzende.

„Solange die Überschreitung der zu erwartenden Strahlengrenzwerte nicht sicher ausgeschlossen werden kann, darf der Ministerpräsident die Castoren nicht rollen lassen“, fordert Dietmar Schilff. Kein Verständnis hat die GdP zudem für das Versäumnis, unabhängige Experten rechtzeitig im Vorfeld der Planungen zum Transport des radioaktiven Materials einzubeziehen, heißt es darüber hinaus im Brief der GdP an den Ministerpräsidenten.

Unterstützt wird die GdP Niedersachsen auch durch einen am 9. November gefassten Beschluss des GdP-Bundesvorstandes mit der Forderung nach einer Absage des Ende November geplanten Castortransports.