Zum Inhalt wechseln

Dänische Passkontrollen belasten die Bundespolizei zusätzlich

Hilden.

Vor einer Zunahme der Belastungen für die Bundespolizei und andere Sicherheitskräfte durch die Einführung von Passkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze warnt Jörg Radek, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei für die Bundespolizei. Es sei damit zu rechnen, dass Flüchtlinge, die nach Schweden wollen, erst einmal auf deutscher Seite im Grenzraum verweilen und versorgt werden müssen.

Flüchtlinge, welche bisher keinen Asylantrag gestellt haben, müssten wegen unerlaubten Aufenthalts an die Landespolizei überstellt und in der Folge abgeschoben werden. Doch für diese Abschiebung hat die Bundespolizei derzeit kein Personal. Daher, so Radek, müsse die Politik endlich Lösungen auf europäische Ebene finden. "Es kann nicht sein, dass auf dem Rücken der Sicherheitskräfte, die am Belastungslimit sind, jedes Land für sich entscheidet, was es gerade für richtig hält. Lösungen müssen belastbar sein und im europäischen Kontext getroffen werden."