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Nachruf

Das letzte Gründungsmitglied der GdP ging von Bord

Berlin.

Im Alter von 93 Jahren verstarb Karl Herfurt. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der GdP 1951 in Hamburg. 1956 nahm er die Tätigkeit des Gewerkschaftssekretärs für Schulung und Bildung im Landesbezirk Nordrhein-Westfalen auf und wenige Jahre später wurde er mit dieser Tätigkeit Gewerkschaftssekretär beim Bundesvorstand in Hilden.

Sein Bemühen um die deutsch-israelische Freundschaft fand seinen Niederschlag in Kontakten zum israelischen Gewerkschaftsbund Histadrut und zur israelischen Polizei. Er organisierte viele bilaterale Gruppenreisen.
Zusammen mit Klaus Hübner dem damaligen Bundesgeschäftsführer der GdP und späteren Polizeipräsidenten in Berlin, sowie mit dem stellv. Bundesvorsitzenden Horst Geier gründete er die Junge Gruppe in der GdP, deren erster und einziger Bundesjugendleiter er war. In dieser Funktion wurde er auch zum Vorsitzenden des Arbeitskreises zentraler Jugendverbände in Deutschland gewählt.

Als Gewerkschaftssekretär für Schulung und Bildung schaffte er in harten persönlichen Verhandlungen mit dem ehemaligen Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner, die finanziellen Grundlagen für die Durchführung von mehr als 500 GdP-Berlinseminaren. Gleichzeitig realisierte er viele Seminare für Personalräte, allgemeine gewerkschaftliche Seminare und Europaseminare für Polizeikollegen aus vielen europäischen Ländern gemeinsam mit unseren Mitgliedern.

Längst in Pension hob er zusammen mit dem ehemaligen zweiten Bundesjugendvorsitzenden der Jungen Gruppe, Gerd Niehoff, im Jahr 2000 den „Freundeskreis der Gründer der Europaseminare“ aus der Taufe. Dieser trifft sich noch jährlich einmal mit Polizeikollegen aus der Schweiz und Frankreich. Vor dem Hintergrund all seiner Aktivitäten war GdP sein Leben.

Gerd Niehoff


Aktiv und engagiert bis ins hohe Alter. Hier im Gespräch mit GdP-Bundesgeschäftsführerin Alberdina Körner: Die GdP muss von Karl Herfurt Abschied nehmen. Foto: privat