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2. Runde der Tarifverhandlungen in Potsdam eröffnet

Demonstranten „begrüßen“ Verhandlungsführer der Länder

Potsdam/Berlin.

Zwar nicht mit Pauken und Trompeten, dafür mit Fahnen und Trillerpfeifen haben am Donnerstag zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Verhandlungsführer der Länder zur zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst in Potsdam „begrüßt“. Der Auftakt der Verhandlungen Mitte Februar war ohne Angebot geblieben. Kerstin Philipp, stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig: „Wir erwarten deutliche Einkommenssteigerung für die Tarifbeschäftigten in den Ländern. Dabei lehnen wir die von den Arbeitgebern geforderten Eingriffe in das Leistungsrecht der Zusatzversorgung entschieden ab.“


Kerstin Philipp (2.v.l.) stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und für Tarifpolitik im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand zuständig, inmitten der GdP-Demonstranten.

Ver.di, GdP, GEW, und dbb beamtenbund und tarifunion fordern für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage.

Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen werden.



Vorbereitungen in Potsdam: Andreas Schuster, Landesvorsitzender der GdP Brandenburg (r.) , unterstützte die Proteste am Potsdamer Verhandlungsort. Fotos (3): Rüdiger Holecek