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Tarifrunde öffentlicher Dienst:

Demonstrationen der Beschäftigten begleiten Verhandlungen in Potsdam

Potsdam.

Begleitet von Protesten mehrerer hundert Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstet hatte die fünfte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen am Donnerstag in Potsdam begonnen.

Zuvor berichteten in der Verhandlungskommission die Vertreter der Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes von den Erfahrungen aus den Warnstreiks am vergangenen Mittwoch, an dem der Verkehr in Deutschland nahezu lahm gelegt worden war.
 



ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske freut sich über die Unterstützung der GdP-Kolleginnen und -Kollegen.
Fotos (3): Rüdiger Holecek
Lob und Anerkennung erhielten die Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei von den ver.di-Vertretern. Die Zusammenarbeit an den Flughäfen sei höchst effizient gewesen. Insgesamt, so ver.di-Chef Bsirske, habe es eine Streikbeteiligung im ganzen Land gegeben „..wie wir sie in dieser Form noch nie hatten.“

GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg: „Der Flughafenstreik war in dieser Dimension nicht erwartet worden, weder von der Öffentlichkeit, noch von den Arbeitgebern“. Überrascht waren alle Berichterstatter über die positiven Reaktionen aus der Bevölkerung und der Medien. Unter anderem hatte die Berliner Zeitung eine Leserumfrage
 
veröffentlicht, nach der zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zeigten und im Falle der Verkehrsbetriebe sogar bereit waren, höhere Fahrpreise in Kauf zu nehmen, wenn die Forderungen der Beschäftigten erfüllt würden.
 
Umringt von Demonstranten bekräftigte GdP-Vorsitzender Konrad Freiberg die Forderungen der Gewerkschaften: "8 Prozent mehr, mindest aber 200 Euro". Unterstützung erhielt er vom Brandenburger GdP-Vorsitzenden und Bundeskassierer, Andreas Schuster (Mitte).Links neben ihm, GdP-Tarifsekretärin Alberdina Körner.