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GdP zum Dogen- und Suchtbericht der Bundesregierung

Malchow: Cannabis ist eine gefährliche Droge

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt angesichts von immer mehr Befürwortern einer Freigabe von Cannabis vor zunehmenden Legalisierungstendenzen in der Drogenpolitik. Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow begrüßte deshalb die ablehnende Haltung der Bundesdrogenbeauftragten in ihrem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung. Malchow: "Es muss endlich Schluss damit sein, den Joint schön zu reden! Eine Freigabe sogenannter weicher Drogen ist das absolut falsche Signal. Gerade bei Jugendlichen kann der Konsum von Cannabis zu erheblichen Gesundheitsproblemen und sozialen Konflikten führen, weil heute häufiger deutlich höhere Wirkstoffgehalte vorliegen."

Drogenexperten zufolge stellen Cannabis-Raucher die größte Gruppe von Konsumenten illegaler Drogen dar, die sich ärztlicher Behandlungen unterziehen müssen. Der GdP-Chef betonte, es mache ja keinen Sinn neben dem legalen, aber gefährlichen Alkohol, "die Tür für eine weitere gefährliche und oft verharmloste Droge zu öffnen".

Das von Legalisierungsbefürwortern häufig gebrauchte Argument, Alkoholmissbrauch wirke sich insgesamt schädlicher aus als der von Cannabis, ziele am Kernproblem problematischen Konsumverhaltens vorbei, sagte Malchow. "Drogenkonsum muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man relativ schnell in der Gosse landet. Es ist oft ein schleichender Prozess, der durch einen zunehmend besorgniserregenden Drogenmix noch eher beschleunigt wird."

Wolle die Gesellschaft den Kampf gegen den Drogenkonsum gewinnen, so Malchow weiter, müsse sie sich verstärkt auf die Verfolgung der Hintermänner der Milliarden Euro schweren Drogenkartelle konzentrieren.

Foto: © angieconscious - pixelio.de