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GdP-Sachsen-Anhalt:

GdP-Sachsen-Anhalt: Dringender Handlungsbedarf bei Strukturreform

Magdeburg.

Der Fachausschuss Kriminalpolizei des GdP-Landesbezirks Sachsen-Anhalt bewertet die Umsetzung der neuen Polizeistruktur kritisch.

So sei es aus Sicht der Kripo-Kolleginnen und -kolleginnen tatsächlich auf die Polizei, insbesondere auf die Kriminalpolizei und die dort tätigen Kolleginnen und Kollegen noch nicht gelungen, das Personal bedarfsgerecht in den Dienststellen und Organisationseinheiten einzusetzen. Eine große Anzahl der Führungsfunktionen sind drei Monate nach Einführung der Strukturen noch immer nicht besetzt.

Weitere Kritikpunkte an der Polizeistrukturreform:
  • Die für die spezialisierte Kriminalitätsbekämpfung bedeutsamen Sachgebiete in den Revierkriminaldiensten (RKD), sind auf Grund des fehlenden Personals nur zum Teil arbeitsfähig.
  • Fachkompetenz und Erfahrungswissen sind in einigen Bereichen durch die Personalverschiebungen verloren gegangenen.
  • Die IT- Infrastruktur entspricht nicht den Anforderungen der neuen Organisationsstrukturen. Dies führt zu Zeitverzögerungen bei der Vorgangsbearbeitung und umständlichen Arbeitsabläufen.
  • Die Verteilung der Führungs- und Einsatzmittel (FEM) erfolgte bisher nur sehr schleppend und zum Teil konzeptionslos.
  • Die RKD u.a. Organisationseinheiten sind auf Grund fehlender geeigneter Liegenschaften auf verschiedene Örtlichkeiten verteilt, was zu erheblichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit führt.

Die GdP erwartet:
  • die unverzügliche Besetzung der offenen Stellen
  • die schnelle Anpassung der IT- Infrastruktur
  • Verteilung der FEM entsprechend den fachlichen Bedürfnissen
  • bedarfsorientierte Fortbildung zur schnellen Überwindung der entstandenen fachlichen Defizite
  • sofortigen Beginn der Evaluierung der PSR 2007 mit dem Ziel, Änderungserfordernisse zu erkennen und darauf zu reagieren
  • die Bewertung aller Dienstposten Sachbearbeiter Kriminalitätsbekämpfung im gehobenen Dienst mit A 11 und Änderung des Dienstpostenverteilungsplanes.