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Blockupy-Proteste in Frankfurt/Main - 88 verletzte Beamte bislang

Eindringlicher Appell der Gewerkschaft der Polizei zu friedlichen Demonstrationen

Frankfurt/Berlin.

Wenige Stunden vor der am Mittwochmittag stattfindenden Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank in Frankfurt/Main ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eindringlich alle Demonstranten zu friedlichen Protesten auf. Oliver Malchow, GdP-Bundesvorsitzender: „Blinde Zerstörungswut sowie brutale Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten haben nichts mit demokratischer Protestkultur zu tun. Stein- und Flaschenwürfe und brennende Autos sind in der politischen Auseinandersetzung keine Argumente, sondern bleiben Straftaten, die konsequent verfolgt und geahndet werden.“



Brennende Polizeifahrzeuge am Morgen in Frankfurt. Foto: Karin Schäfer


Malchow, der sich am Mittag vor Ort selbst ein Bild der Lage verschaffen will, appellierte an die friedlichen Demonstrationsteilnehmer, Gewalttätern keine Deckung zu bieten.

Nach ersten Berichten war es schon am frühen Morgen zu massiven Gewalttaten und erheblichen Sachbeschädigungen gekommen. Es habe erste Angriffe auf die Einsatzkräfte der Polizei gegeben, bei denen mindestens ein Beamter verletzt wurde. Mittlerweile hat sich die Zahl der verletzten Beamten nach Angaben der GdP auf 88 erhöht, es gab bislang 350 Festnahmen.

Bei n-tv sagte Malchow. "Man musste ja damit rechnen, dass es zu Ausschreitungen kommen würde. Ich hoffe aber, dass meine Kollegen jetzt über den Tag lang die Lage beruhigen. Auf jeden Fall zeigt dieses Ereignis schon jetzt, dass es richtig ist, mit so vielen Kollegen dort im Einsatz zu sein, um den Bürgern Frankfurts auch heute einen sicheren Tag gewährleisten zu können." Der GdP-Chef sprach von "schweren Straftaten", die derzeit in der Frankfurter Innenstadt verübt würden. Von zivilem Ungehorsam können man schon nicht mehr reden. "Dass es heute Morgen schon so weit ist, ist überhaupt nicht akzeptabel."



Steve Feldmann, Sprecher der GdP Berlin, kommentiert live die Ereignisse in Fankfurt im Berliner Studio des TV-Sender N24. Screenshot N24




Ausriss: Spiegel Online "Liveticker zu den Blockupy-Krawallen", 9.14 Uhr - Screenshot: spiegel.de