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Schutz gegen lange und irreguläre Arbeitszeiten muss auch weiterhin im Zentrum der Arbeitszeitrichtlinie bleiben

EuroCOP: Revision der Arbeitszeitrichtlinie darf nicht zu ihrer Demontage führen

Luxemburg.

"Polizeibeschäftigte hoffen bisher auf Europa, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern", so EuroCOP Präsident Heinz Kiefer in einer ersten Reaktion auf das durch die EU Kommission in dieser Woche eröffnete Konsultationsverfahren. "Sie werden Europa in Zukunft fürchten, wenn es für längere und noch irregulärere Arbeitszeiten stehen sollte.




EuroCOP wird auch weiterhin für eine Arbeitszeitrichtlinie einstehen, die den Weg öffnet für moderne, nachhaltige Lösungen auf einer Verhandlungsgrundlage, die sowohl die Notwendigkeiten einer rund um die Uhr verfügbaren qualitativ hochwertigen Polizei berücksichtigt, als auch die Notwendigkeit, Arbeit und Privatleben miteinander zu verbinden und die Sicherheit und Gesundheit von Polizeibeschäftigten zu schützen.

Kiefer: "Polizeibeschäftigte überall in Europa möchten gute Arbeit leisten. Sie werden das aber nur können, wenn ihre Sicherheit und Gesundheit geschützt werden. Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und Druck, immer länger zu arbeiten führen letztlich zu einer Verschlechterung des Dienstes am Bürger."


EuroCOP unterstützt die seit 2004 bestehende Position des Europäischen Gewerkschaftsbunds zur Arbeitszeitrichtlinie: John Monks, EGB Generalsekretär: "Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen langen und irregulären Arbeitszeiten und einer Zunahme von durch die Arbeit verursachten gesundheitlichen Problemen. Die Arbeitswelt hat sich zwar gewandelt, dieser Zusammenhang aber nicht; nicht seit den ersten Gesetzen zur Arbeitszeit und auch nicht, seit wir die Revision der Arbeitszeitrichtlinie zuletzt diskutiert haben. Der Schutz der Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmern muss daher das vorrangige Ziel jeder
Überarbeitung der Arbeitszeitrichtlinie bleiben. Das ist von herausragender Bedeutung für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, insbesondere dort, wo die Ausübung ihrer Arbeit unmittelbar Leib und Leben von Dritten betrifft, wie zum Beispiel in Gesundheits- und Transportwesen"

Kiefer: "Übermüdete und überarbeitete Polizeibeschäftigte machen Fehler. Hohe Standards bei der Polizei hängen von der Fähigkeit der Beschäftigten ab, sich zu erholen und gesund, aufmerksam und wachsam ihren Dienst zu verrichten.

Der Europäische Verband der Polizei, EuroCOP ist der Dachverband von 35 nationalen Polizeigewerkschaften und Berufsverbänden aus 26 EU Mitgliedsstaaten und vertritt die Interessen von über 500.000 Polizisten in Europa.