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GdP zu Attentat auf spanische Polizisten in Afghanistan

Freiberg: Sicherheitsmaßnahmen in Polizei-Camps dringend überprüfen

Berlin.

Nach dem heimtückischen Attentat auf zwei spanische Polizeiausbilder und einen Übersetzer durch einen afghanischen Polizisten bei einer Schießübung auf einem NATO-Stützpunkt in Afghanistan mahnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) dringend eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen in den Ausbildungscamps an.

Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender: „Die in Afghanistan eingesetzten ausländischen Polizisten befinden sich in einem Bürgerkrieg, in dem man nur sehr schwer zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. Tagtäglich befinden sie sich in akuter Lebensgefahr. Es ist höchste Zeit, sich über weitere, wirksamere Sicherheitsmaßnahmen Gedanken zu machen. Jede verlorene Minute erhöht das Risiko der vor Ort eingesetzten Kolleginnen und Kollegen.“

Der GdP-Vorsitzende fordert die an der Afghanistan-Mission beteiligten Länder auf, sich zusammenzusetzen und gemeinsam für mehr Sicherheit zu sorgen. Alleingänge seien jetzt der falsche Weg. Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, die auch gemeinsam wahrgenommen werden müsse.