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KFN startet Studie „Gewalt gegen Polizeibeamte“:

Freiberg: Studie soll wertvolle Hinweise für besseren Schutz von Polizistinnen und Polizisten bringen

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt den bevorstehenden Start der vom Kriminologischen Forschungsinstitut (KFN) in Hannover durchgeführten Studie „Gewalt gegen Polizeibeamte“. Konrad Freiberg, GdP-Bundesvorsitzender: „Von den Ergebnissen dieser groß angelegten und von der GdP unterstützten Studie erwarten wir wertvolle Hinweise auf einen verbesserten Schutz von Polizeibeamtinnen und -beamten im Einzel- und Streifendienst, bei Demonstrations- und Fußballeinsätzen sowie Großlagen.“

Es sei erfreulich, so Freiberg, dass es gelungen sei, offenbar bestehende Irritationen im Zusammenhang mit dem vom KFN konzipierten Fragebogen zu beseitigen. Gleichwohl sei zu bedauern, dass sich der Bund und einige Länder der Teilnahme verweigert hätten.

Die Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte habe, so der GdP-Vorsitzende, in den letzten Jahren massiv zugenommen. Es sei höchste Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen und Mittel zu finden, diesem Besorgnis erregenden Phänomen wirksam entgegentreten zu können.

Freiberg: „Unabhängig von dem Ausgang der Studie fordert die GdP mit der Einführung eines Paragraphen ‚115 StGB – Tätlicher Angriff auf einen Vollstreckungsbeamten’ eine Erweiterung des rechtlichen Sanktionsrahmens für die immer häufiger werdenden unvermittelten Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten.“ Solche Attacken aus dem Nichts heraus könnten damit auch dann bestraft werden, so der GdP-Vorsitzende, wenn der Beamte oder die Beamtin nicht verletzt werde.