Zum Inhalt wechseln

GdP Berlin: Gewaltbereite und aggressive Dresdner „Fans“ sorgen für Großeinsatz der Berliner Polizei

Berlin.

„Die Berliner Polizei bereitet sich zusammen mit Einsatzhundertschaften aus anderen Bundesländern mit etwa 1 100 Einsatzkräften auf das Zweitligaspiel 1. FC Union Berlin gegen die SG Dynamo Dresden im mit etwa 18 200 Zuschauern ausverkauften Stadion ‚An der alten Försterei‘ am Sonnabend, dem 11. Februar 2012, vor. Zum Vergleich: Zum Schutz der Bundesliga-Spiele Hertha BSC gegen den HSV und Borussia Mönchengladbach am Samstag, dem 28. Januar 2012 und am Mittwoch, dem 8. Februar 2012, im Olympiastadion mit jeweils rund 50 000 erwarteten Zuschauern mussten jeweils nur 400 Polizeibeamtinnen und -beamte eingesetzt werden.“

Diese Zahlen hat heute der Landesbezirksvorsitzende der GdP Michael Purper genannt und vor diesem Hintergrund die Vereinsführungen aufgefordert, ihre gewalttätigen und aggressiven „Fans“ endlich dauerhaft zu isolieren.

„Schon 2007/2008 und 2009 haben gewalttätige Anhänger der SG Dynamo Dresden bei den Spielen beider Mannschaften in Berlin die Auseinandersetzung mit der Polizei und den Fans des 1. FC Union Berlin gesucht. Auch beim DFB-Pokalspiel gegen Dortmund haben die Dresdner ‚Fans‘ auch 2011 ihre besondere Gewaltbereitschaft unter Beweis gestellt“, so der Berliner GdP-Vorsitzende weiter.

„Die Liga-Vereine müssen mit aller Konsequenz gegen Gewalttäter aus ihren Fangruppierungen vorgehen. Nur so kann die Gewaltspirale rund um den Fußball zurückgedreht werden. Es kann den Vorständen nicht verborgen bleiben, wer die sogenannten Fans sind, die ihren Klub mit brutalen Übergriffen und brennenden Rängen regelmäßig in Verruf bringen. Die Vereine müssen diese Täter von der Teilnahme am Fußball wirksam isolieren – mit Haus- und Stadionverboten und mit personalisierten, nicht übertragbaren Eintrittskarten für Auswärtsspiele.

Durch massive Gewaltvorfälle und das anhaltende Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion wird deutlich, dass der von DFB, DFL und Polizei eingeschlagene Weg des Fan-Dialogs von einer Minderheit von Sportgewalttätern nicht beschritten werden wolle. Um den Druck auf die Vereine zu erhöhen, müssen Ross und Reiter öffentlich genannt werden. Es kann nicht sein, dass die betroffenen Vereine sich zwar plakativ von Gewalt und Pyrotechnik distanzieren, aber vor konsequenten Gegenmaßnahmen zurückschrecken. Wenn die Vereine wirklich wollen, dass die unter dem Deckmantel des Klubemblems auftretenden Sportgewalttäter von der Bildfläche verschwinden, dann müssen sie ihnen den Zutritt zu ihrem Stadion und zu den anderen Fußballarenen dauerhaft verwehren.“