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GdP Baden-Württemberg: Regierungsfraktionen wollen Entlastung für Polizistinnen und Polizisten

Stuttgart.

In langen und intensiven Verhandlungen ist es der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gelungen, die Regierungsfraktionen davon zu überzeugen, Polizistinnen und Polizisten zumindest teilweise von den Belastungen ihres Dienstes zu entlasten. Dies ist ein Erfolg guter und hartnäckiger Gewerkschaftsarbeit.

Edith Sitzmann (Grüne) und Claus Schmiedel (SPD) haben sich darauf geeinigt, Polizistinnen und Polizisten über 55 Jahre im stark belastenden Wechselschichtdienst mehr Zeit zur Regeneration zugestehen. Innenminister Reinhold Gall wird hierzu die erforderlichen Grundlagen schaffen.

Damit wird einer Uraltforderung der GdP Rechnung getragen, so Rüdiger Seidenspinner, Landesvorsitzender der GdP, der als einer der ersten von der Änderung erfahren hat. Gerade unsere lebensälteren Kolleginnen und Kollegen im Schichtdienst leiden unter den enormen physischen und psychischen Belastungen.


Dass Schichtdienst krank macht, ist wissenschaftlich erwiesen. Insbesondere Nachtdienste belasten den Organismus. Genauso erwiesen ist, dass diese Belastungen mit zunehmendem Alter überproportional ansteigen.


„In der Vergangenheit wurde weder dieser Erkenntnis Rechnung getragen“, so der GdP-Chef, „noch wurden die notwendigen personellen Voraussetzungen geschaffen. Nun ist endlich ist ein Umdenken zu erkennen und ein spürbarer Beitrag zur Gesunderhaltung von unseren Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich ihre Gesundheit riskieren, zu erwarten“.
Seidenspinner weiter: „Die Kolleginnen und Kollegen scheinen endlich einen gerechten Ausgleich für jahrelange Belastungen zu erhalten“.