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GdP Baden-Württemberg weist Landesrechnungshof-Forderung als populistisch zurück

Eberdingen.

"Es zeugt von völliger Unkenntnis der Sachlage, wenn man eine Gebühr von Fußballvereinen verlangen soll, um den Polizeieinsatz zu finanzieren, wie dies der Landesrechnungshof verlangt“, so Rüdiger Seidenspinner, GdP-Landesvorsitzender Badenn-Württembergs. "Diese populistische Forderung hilft nicht weiter und löst nicht die Probleme“, stellt der GdP-Chef fest. Das eigentliche Problem ist die Personalmisere, in der die Polizei steckt. Dies wurde durch die Streichung von 1000 Stellen und einer verfehlten Personalentwicklungspolitik seitens der Politik in den Jahren 2005 und folgende verschärft.

"Zunächst sollte man ausloten, welche Vereine eigentlich solche Gebühren, neben den Steuern, die die Vereine jetzt schon bezahlen, sich leisten könnten“, fordert Seidenspinner. Der GdP-Landesvorsitzende weiter: “Wird Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten bei Fußballspielen nach Bezahlen einer Gebühr weniger schlimm?“ Die GdP stellt sich die Frage, was nach den Gebühren für Fußballspiele noch kommen soll, wenn es nach dem Rechnungshof geht?
"Es könnten dann der Cannstatter Wasen, die Weinfeste oder andere kulturelle Veranstaltungen, bei denen die Polizei Mann-/Fraustark im Einsatz ist betroffen sein“, so Rüdiger Seidenspinner.

Solche Vorschläge sind für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nur Luftnummern, die einzig und alleine dazu dienen keine Probleme zu lösen, sondern nur den Haushalt zu sanieren. "Wir brauchen keine Vorschläge, um die Lufthoheit über den Stammtischen zu erlangen, sondern sinnvolle Ideen, wie die Polizei zu mehr Personal kommt“, fasst Seidenspinner das Problem zusammen.