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Vorsitzender Seidenspinner zeigt sich entsetzt!

GdP-Baden-Württemberg: Hat gewaltbereite Mannheimer Ultras-Szene eigenen „Bastelraum“ im Carl-Benz-Stadion?

Mannheim/Eberdingen.

Mit Entsetzen hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Meldung zur Kenntnis genommen, wonach im Mannheimer Carl-Benz-Stadion die gewaltbereite Ultras-Szene einen eigenen „Bastelraum“, unterhalb der Tribüne (Waldhofblock), haben soll. Für diesen Raum soll auch die Ultras-Szene einen eigenen Schlüssel haben. Nach dem Krawall-Spiel SV Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Kaiserlautern II, in der vergangen Woche, kam es in und um das Stadion zu erheblichen Ausschreitungen zwischen den beiden gewaltbereiten Fanlagern.

Anlass für den Verdacht einer eigenen Räumlichkeit der Ultras war, dass im Waldhofblock beim Spiel gegen Kaiserslautern ein echter Schweinskopf mit 1. FCK Outfit, aufgepflanzt auf einer Lanze gezeigt wurde, um die Fans des 1. FC Kaiserlautern zu verhöhnen. Nach GdP Informationen wurde dieser Schweinskopf wohl lange vor den Kontrollmaßnahmen am Spieltag ins Stadion geschleust und im so genannten „Bastelraum“ präpariert und aufbewahrt. „Das ist für uns ein unhaltbarer Zustand, wettert der GdP Landesvorsitzende Rüdiger Seidenspinner. Wer die Möglichkeit hat in einem eigenen Raum, den er wohl vom SV Waldhof Mannheim zur Verfügung gestellt bekommen hat, derartige makabere und geschmacklose „Anti-Fan-Symbole“ zu lagern und zu basteln, der bereitet dort auch andere Dinge vor, so Seidenspinner.

Sein Mannheimer Gewerkschaftskollege, der GdP-Vorsitzende der Kreisgruppe Mannheim, Thomas Mohr, wird da schon deutlicher: „Der Raum liegt innerhalb des Stadions, also im unkontrollierten Bereich der Sicherheitsdienste (Ordner). Die machen ihre Eingangskontrollen an den Eingängen zum Stadion (Haupteingang) und am Marathontor für die Gästefans. Jetzt können wir uns denken, wie da z.B. pyrotechnische Gegenstände in so großer Zahl ins Stadion geschmuggelt werden, wenn die Möglichkeit besteht, dies in einem Raum innerhalb des Stadions aufzubewahren bzw. zu lagern.“

Dieser Raum, wie auch das Stadion, kann also jederzeit (auch lange vor einem Spieltag) von den verantwortlichen Ultras, welche die „Schlüsselgewalt haben“ aufgesucht werden. Für den Mannheimer GdP-Vorsitzenden Thomas Mohr steht eines fest: „Wer hier die Möglichkeit hat, unkontrolliert und jederzeit Zugang zu einem Raum, innerhalb des bereits durchsuchten Stadioninnenraum zu haben, durchkreuzt jedes noch so gut ausgeklügeltes Sicherheitskonzept!“