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GdP Bandenburg: Gedenkgottesdienst für Martin Heinze

Potsdam.

Vor 20 Jahren, am 20. August 1995, wurde unser Kollege und Polizeibeamte Martin Heinze während eines Fahndungseinsatzes hinterrücks ermordet. Aus diesem Anlass führt der Polizei-Stiftungsfonds, der seinen Namen trägt, am heutigen Tag in der Friedenskirche in Potsdam Sanssouci einen Gedenkgottesdienst für Martin durch. Im Rahmen dieses Gottesdienstes wird auch all der anderen im Dienst getöteten und verletzten Brandenburger Polizistinnen und Polizisten gedacht.

Die Gewerkschaft der Polizei macht darauf aufmerksam, dass die Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Und das nicht nur bei polizeilichen Großeinsätzen, wie Fußballspielen (!) und Demonstrationen, sondern oft auch bei Verkehrskontrollen, bei Familienstreitigkeiten oder anderen Auseinandersetzungen.

Waren im Jahr 2012 in Brandenburg 968 Gewaltstraftaten gegen Polizeibeamte zu verzeichnen, stieg diese Zahl 2013 auf 1.038 an. Die Zahlen für 2014 liegen noch nicht vor. Sie werden erneut deutlich höher ausfallen.

Die Gewerkschaft der Polizei fordert mit Nachdruck, dass dieses Thema endlich politisch aufgegriffen wird und z.B. durch eine Verschärfung im Strafgesetzbuch Straftätern deutlich gemacht wird, dass Gewalt gegen Polizei eine harte Strafe nach sich zieht. Das gilt auch für alle anderen Vollzugs- und Rettungskräfte, z.B. Feuerwehr und Sanitätern.

Andreas Schuster, Landesbezirksvorsitzender der GdP Brandenburg: „Unsere Kolleginnen und Kollegen erfahren seit Jahren eine deutliche Zunahme von Gewalt. Sie werden beschimpft, beleidigt, getreten und bespuckt. Das ist auch Ausdruck eines fortschreitenden Autoritätsverlustes der Polizei. Wir erwarten von der Politik, dass sie sich konsequent vor ihre Polizistinnen und Polizisten stellt, die für unser Land Dienst verrichten, das Gewaltmonopol des Staates darstellen und rechtsstaatliche Entscheidungen durchzusetzen haben.“