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Bericht im Innenausschuss des Landtags

GdP Bayern: Keine mafiösen Verbindungen bei Kemptener Drogenskandal

München.

Mit Erleichterung nimmt die GdP Bayern den heute im Innenausschuss des Bayerischen Landtags veröffentlichten Bericht der Staatsregierung zur Drogenaffäre in Kempten zur Kenntnis.

Statt der voreilig verbreiteten angeblichen Verstrickungen der Kemptener Polizei in mafiöse Strukturen stellt sich nach dem vorgestellten vorläufigen Ermittlungsergebnis der Fall eher als menschliche Tragödie dar. Offensichtlich hat der ehemalige Leiter der Kemptener Rauschgiftfahndung über einen längeren Zeitraum Alkohol und Drogen konsumiert und sich so seine Persönlichkeit sehr stark verändert, dass es letztlich zu den massiven Straftaten sowohl hinsichtlich des illegalen Drogenbesitzes und –konsums als auch gegenüber seiner Ehefrau gekommen ist.

Unbefriedigend ist, dass es trotz intensivster Bemühungen der Internen Ermittlungen des Landeskriminalamts mit Datenauswertungen und Laboruntersuchungen nicht gelungen ist, die Herkunft des sichergestellten Kokains aufzuklären, da der Verdächtige dazu weiterhin beharrlich schweigt. Insofern darf man hoffen, dass hier das in Kürze stattfindende Gerichtsverfahren evtl. doch noch eine Aufklärung bringt.

Ob letztlich Veränderungen im innerdienstlichen Betrieb und auch bei der Asservatenbehandlung notwendig sind, wird vom Innenministerium nach Ende des Gerichtsverfahrens geprüft. Die vorgestellten umfangreichen Ermittlungen zeigen, dass hier kein Versagen der Kemptener Polizei, sondern das Versagen eines Einzelnen vorliegt. Insofern kann die Bevölkerung der Polizei weiterhin vertrauen.