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GdP-Bayern: 42-Stunden-Woche für Beamte fällt

München.

Die 42-Stunden-Woche für Beamte könnte in Bayern bald fallen, vernahm GdP-Landeschef Harald Schneider in einem fast zweistündigen Gespräch zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer, dem bayerischen DGB-Vorsitzenden Fritz Schösser und den Vorsitzenden der anderen Einzelgewerkschaften im DGB. Hauptsächlich aber wurden Probleme des Arbeitsmarktes und der Umgang mit der Wirtschaftskrise beraten.

Im Laufe des Gesprächs erinnerte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bayern, Harald Schneider, Horst Seehofer an sein Versprechen, die 42-Stunden-Woche für Beamte wieder abzuschaffen. Insbesondere die Schichtdienst leistenden Beamten haben unter dieser Belastung erheblich zu leiden.

Seehofer teilte den Gewerkschaftern mit, dass er daran denke, die 42-Stunden-Woche in zwei oder vier Schritten wieder zurückzuführen. Nähere Details sollen bereits im August bei einem Spitzengespräch im Finanzministerium besprochen werden. Gedacht ist von Seehofer offensichtlich daran, die Arbeitszeit pro Jahr um eine halbe oder eine ganze Stunde zurückzuführen.

Sollte die Umsetzung erfolgen, werden in Bayern rund 5000 Beamte mehr benötigt. Die GdP hatte in den vergangenen Wochen offen Kritik geübt und die Ankündigung Seehofers als Wahlkampfgetöse abgetan. Seehofer scheint nun tatsächlich an die Umsetzung seines Versprechens zu gehen. Bereits seit 2004 müssen die Beamten im Freistaat im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern 42 Stunden in der Woche arbeiten.