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GdP-Bayern: Mehr Polizisten benötigt

München.

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt nachdrücklich die Ankündigung des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, die Zahl der Einstellungen in den nächsten beiden Jahren deutlich nach oben zu korrigieren und freut sich, dass ihre seit langem vorgebrachten Forderungen nach spürbar mehr Personal endlich auf offene Ohren stoßen.

Wie mehrfach berichtet kam es bereits zu Unterschriftenaktionen der Polizeibeamten vor Ort, da die Arbeitsbelastung im Schichtdienst inzwischen kaum noch tragbar ist. „Wir haben schon für den Doppelhaushalt 2009/2010 aus diesem Grund je Haushaltsjahr 500 zusätzliche Einstellungen gefordert; es freut uns, dass nun auch der Innenminister diese Forderung aufnimmt“, erklärte Landesvorsitzender Harald Schneider.

Herrmann machte in einem Interview deutlich, dass er angesichts der steigenden Pensionierungen bei der Bayerischen Polizei für die Jahre 2009 und 2010 je 500 zusätzliche Einstellungen plane. Bayern habe bei 1,5 Mio. Einwohnern mehr immer noch die gleiche Personalstärke wie vor 20 Jahren.

Dieser Personalmangel sei nicht länger nur durch zusätzliche Effizienzsteigerungen aufzufangen. Neben einer Verbesserung der Sachmittelausstattung forderte Herrmann in dem Interview auch den wahrscheinlichen Koalitionspartner FDP auf, in die Wege geleitete Fortschritte im Bereich der Inneren Sicherheit nicht zu gefährden. „Die GdP wird ihren Innenminister in seinem Unterfangen, diese Forderungen auch haushaltspolitisch durchzuboxen, unterstützen, wo sie nur kann“, so Schneider.