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Bayerische Sicherheitswacht wird 15 jahre alt

GdP-Bayern: Mit Verdoppelung der Sicherheitswacht auf dem Holzweg

München.

Normalerweise macht Not erfinderisch. Und die Personalnot der bayerischen Polizei sollte Minister Herrmann erfinderisch machen. Die Sicherheitswacht in Bayern zu verdoppeln zeugt allerdings von wenig Phantasie und Erfindungsgeist. Vor 15 Jahren bereits aus der Personalnot in der bayerischen Polizei geboren, was anscheinend ein Dauerzustand ist, fristet die Sicherheitswacht in Bayern ein Mauerblümchendasein.

Nürnberg, Ingolstadt und Deggendorf waren die Pilotstädte in Bayern. Zwischenzeitlich verrichten in 59 Städten des Freistaates „Sicherheitswachtler“ ihren Dienst.

Für etwas mehr als sieben Euro die Stunde, deutlich unter dem Mindestlohnniveau, ist Idealismus diesen Frauen und Männern sicherlich nicht abzusprechen. „Dennoch hat der Einsatz der Sicherheitswacht keinerlei positive Auswirkungen auf die Kriminalitätsentwicklung in Bayern,“ so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Harald Schneider.

Dies beweist ein Blick in die Kriminalstatistik der einzelnen Städte. Aus diesem Grund macht es aus Sicht der GdP auch wenig Sinn die Anzahl der Angehörigen der Sicherheitswacht zu verdoppeln. „Die Verstärkung der Sicherheitswacht kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die bayerische Polizei vor dem Personalkollaps steht!“