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GdP-Bayern gegen Verlängerung der Lebensarbeitszeit

München.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt jede Verlängerung der Lebensarbeitszeit für Polizeibeamte ab. Harald Schneider, Landesvorsitzender der GdP, betont, dass die Belastungen für den Polizeidienst enorm sind. Dies beweist nicht nur die Zahl der vorzeitigen Ruhestandsversetzungen, sondern auch die große Zahl der gesundheitlich angeschlagenen Vollzugsbeamten.

Aus diesem Grund fordert die GdP die Lebensarbeitszeit für Polizeivollzugsbeamte bei 60 Jahren zu belassen. Das bayerische Kabinett hat zwar beschlossen, dass Beamte, die 25 Jahre lang Schichtdienst geleistet haben, nach wie vor mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen können, dennoch ist die GdP damit nicht zufrieden.

„Viele Polizisten wechseln im Laufe ihrer Dienstzeit öfters die Dienstart und sind somit von der geplanten Neuregelung benachteiligt“, so Harald Schneider. Die GdP will für alle Vollzugsbeamten die
Beibehaltung der bisherigen Altersgrenze. Der Landesvorsitzende hat diese Position bereits in einem Gespräch mit CSU-Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid und dem designierten Innenausschussvorsitzenden Herbert Ettengruber aus Straubing deutlich gemacht.

Die GdP hat dem Finanz- und Innenministerium bereits einen Gegenvorschlag unterbreitet und möchte alle Vollzugsbeamte, die mindestens 40 Dienstjahre geleistet haben mit 60 in den Ruhestand gehen lassen. „Wir bräuchten im Prinzip aber gar keine Neuregelung“, so Schneider. Seit 1999 besteht nach einer Vereinbarung, die mit dem damaligen Innenminister Beckstein geschlossen wurde, die
Möglichkeit, dass Vollzugsbeamte ihre Lebensarbeitszeit freiwillig verlängern können. Davon haben in Bayern bisher weit über 300 Beamte Gebrauch gemacht.