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GdP: Beamtenversorgung nicht zur Stimmungsmache missbrauchen

Berlin.

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Jörg Radek warnt davor, Hochrechnungen der Versorgungs-lasten für die öffentlichen Haushalte als Stimmungsmache gegen die Beamtinnen und Beamten zu missbrauchen. Radek: "Schlagzeilen, wonach Pensionäre immer reicher werden, schüren alle Jahre wieder nur die Neiddebatte. Fest steht, die Durchschnittsrente und die durchschnittliche Beamtenversorgung im Ruhestand sind nur bedingt miteinander vergleichbar, werden nur zum Vernebeln der Realitäten genutzt."

Wenn man schon Vergleiche anstelle, sagte Radek weiter, dann müssten diese zwischen Beamten und Angestellten mit ähnlichen Aufgaben und vergleichbarer Verantwortung erfolgen. "Unterschiedliche Bildungsabschlüsse führen zu Unterschieden beim Einkommen und wirken sich letztlich auch automatisch auf die Höhe der Renten- beziehungsweise Versorgungsansprüche aus.“

Der GdP-Vize machte zugleich deutlich, welche Personengruppen und Summen eigentlich gemeint sind. "Wir reden über Menschen, vor allem im mittleren und gehobenen Dienst, die tagtäglich ihren Kopf im Polizei- und Justizvollzugsdienst hinhalten müssen und dies ein Arbeitsleben lang. So erhält ein Beamter im mittleren Polizeivollzugsdienst des Bundes, der die Sicherheit auf Bahnhöfen und Flughäfen gewährleistet, im Ruhestand eine höchstmögliche Bruttoversorgung von knapp 2.100 Euro. Davon muss er dann noch Steuern sowie die Prämie für die Kranken- und Pflegeversicherung abziehen." Fazit: Die Fakten sollte man schon kennen, so Radek, wenn man sich lautstark zu Wort meldet.