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Friedliche Klärung statt Grenzzäune - GdP Berlin: Bürokratieabbau und menschenfreundlichere Verfahren nötig

Berlin.

Die Berliner GdP-Landesbezirksvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Kerstin Philipp hat der Forderung nach einem Grenzzaun zu Österreich eine klare Absage erteilt. Einen Stacheldrahtzaun gegen Flüchtlinge dürfe es „in keinem Fall“ geben, sagte sie im Gespräch mit dem Fernsehsender N24. Stattdessen sei die Gesellschaft gefordert, Ideen zum Umgang mit der schwierigen Situation zu entwickeln. „Die Mitte der Gesellschaft will eine friedliche Klärung, nicht immer Zäune“, sagte sie.

Man müsse nun ernsthaft an Lösungsvorschlägen arbeiten, statt jede Woche eine andere Idee zu haben, die noch dazu nicht praktikabel sei. Deutschland verfüge schlicht nicht über genug Polizisten, um einen derartigen Grenzzaun zu sichern. „Man kann die Kollegen nicht an drei Orten gleichzeitig einsetzen“, gab sie zu bedenken.

Zügigere und menschenfreundlichere Verfahren
Ein vielversprechender Lösungsansatz könne dagegen eine Vereinfachung der Verfahren im Umgang mit Flüchtlingen sein. „Wir haben in Deutschland das Problem, dass wir sehr bürokratisch sind. Das muss zügiger gehen und auch menschenfreundlicher“, mahnte sie.

Am Wochenende hatte bereits der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Jörg Radek, die Idee eines Grenzzauns als „unverantwortliches Spiel mit dem Feuer“ bezeichnet. Derartige Forderungen befeuerten die „Krawallstimmung der Rechten“ und erschwerten damit die Arbeit der Polizei.