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Polizei über ein Fußballturnier mit einer Mannschaft des MKS Pogon Szczecin - bekannt für ihre Problemfans - nicht informiert

GdP Berlin: Ein Wochenende der Gewalt

Berlin.

Schon am Sonnabend, dem 28.01.11 kam es nach Informationen der GdP beim Spiel von Hertha BSC und dem HSV zu gewalttätigen Ausschreitungen in Berlin. Unter den etwa 49.000 Zuschauern befanden sich rund 8.000 Gästefans und geschätzt 600 Hooligans. Bereits am Bahnhof Spanndau kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen, zu Flaschenwürfen und dem Abbrennen von Pyrotechnik, die sich bis zum Olympiastadion und nach dem Spiel fortsetzten. Sie konnten nur durch ein massives Einschreiten der Polizei immer wieder unterbunden werden. Das berichten Einsatzkräfte.

Zeitgleich zum Spiel fand im Horst-Korber-Zentrum ein Hallenfußballturnier mit 13 Amateurmannschaften statt. Unter anderem mit einer Mannschaft des polnischen Vereins MKS Pogon. Deren Fans sind für ihre Gewaltbereitschaft bekannt.

Bei einem Freundschaftsspiel des 1. FC Union Berlin gegen MKS Pogon am 28.06.11 kam es ebenfalls zu heftigen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Fans dieses Vereins und der Polizei. Plünderungen konnten nur mit Mühe und Not verhindert werden.

Entsprechend aggressiv verhielten sie sich gegenüber den eingesetzten Beamtinnen und Beamten. Mehrere polnische Fans mussten deshalb vorübergehend festgenommen werden.

„Über dieses Turnier wurde nach Informationen der GdP die Polizei nicht umfassend informiert und konnte deshalb diese Veranstaltung nicht vollständig in ihre Lagebeurteilung für Sonnabend, den 28.01.12 einbeziehen“, kritisierte der Landesbezirksvorsitzende der GdP Michael Purper. „Deshalb mussten zusätzliche Einsatzkräfte alarmiert werden.“

Die Aggressions- und Gewaltbereitschaft von Hooligans am Sonnabend und der Teilnehmer an Veranstaltungen am Sonntag, dem 29.01.12 bezeichnete Purper als besorgniserregend. „Selbst Beamtinnen und Beamte der Anti-Konflikt-Teams der Polizei und Verkehrsposten wurden angegriffen. Noch Schlimmeres wurde durch die professionelle Lagebeurteilung der Polizei an diesem Wochenende und durch die hohe Einsatzbereitschaft der Polizeibeamtinnen und –beamten verhindert“, so Purper abschließend.