Zum Inhalt wechseln

Zweimonatige Schließung von Telefon-Service und Service-Punkt der Beihilfestelle nicht akzeptabel

GdP Berlin: Funktionierender Service ist Zeichen der Wertschätzung!

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) protestiert gegen die zweimonatige Schließung der Servicebereiche der Zentralen Beihilfestelle und fordert, mehr Personal einzustellen, um die Anträge der betroffenen Beamtinnen und Beamten zügig zu bearbeiten. „Es ist immer dasselbe: Zum Jahresanfang und zum Sommer hin nimmt die Zahl der Anträge zu – und als Reaktion darauf wird die Servicestelle einfach dichtgemacht. Was ist das denn für eine Art der Problemlösung? Das soll Service sein?“, sagte GdP-Landebezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Montag. „Wir verlangen, dass hier endlich im Sinne der Betroffenen dauerhaft eine Lösung gefunden wird. Und die kann nur heißen: Mehr Leute einstellen, um erst gar keinen Bearbeitungsstau hervorzurufen.“

Der Bekanntmachung im Internet zufolge verlängert sich die Bearbeitungszeit aufgrund einer massiven Antragssteigerung in den zurückliegenden Monaten auf rund 20 Arbeitstage. Der GdP liegen jedoch Erkenntnisse vor, nach denen die Gesamtbearbeitung (einschließlich Banküberweisung) bis zu sieben Wochen dauert.

„Es ist eine Frechheit, zu erwarten, dass die Beamtinnen und Beamten über einen so langen Zeitraum hinweg in finanzielle Vorleistung gehen! Aber das passt wie die Faust aufs Auge zu dem Umstand, dass gleichzeitig noch immer die Praxisgebühr eingezogen wird, die bereits im Januar 2013 abgeschafft wurde. Die Politik in Berlin kommt nicht hinterher, die Bundesvorgabe auf Landesniveau umzusetzen. Auf der einen Seite dürfen die Kolleginnen und Kollegen also über Gebühr auf ihr Geld warten, auf der anderen Seite dürfen sie fleißig weiterzahlen, weil die Politik nicht aus dem Mustopf kommt. Das ist Wertschätzung ‚Made in Berlin‘“, so Kerstin Philipp, „das muss sich dringend ändern!“