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GdP Berlin: Nach Einsatz im Ebola-Verdachtsfall: GdP fordert umfassende Aufklärung der Polizistinnen und Polizisten

Polizeiführung muss Hinweisblatt für solche Szenarien erstellen

Berlin.

Nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) muss der gestrige Einsatz der Polizei im Ebola-Verdachtsfall schnellstens und umfangreich ausgewertet und Konsequenzen daraus gezogen werden.

„Die Polizeiführung muss den Polizistinnen und Polizisten vor allem zügig ein Papier an die Hand geben, aus dem sie entnehmen können, wie sie sich in solchen Fällen zu ihrem eigenen Schutz am besten verhalten“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Mittwoch. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten jetzt von ihrem Dienstherrn – zurecht! – klare Hinweise über zu treffende Vorsorgeregelungen.“

Ihr sei bekannt, so Philipp weiter, dass innerhalb der Polizei ein „Rahmenplan Pandemie“ vorhanden sei. Dieser würde jetzt wieder aktuell. „Ob er gestern angewandt wurde, weiß ich nicht. Wenn nicht, wäre das fatal, weil mögliche Erkenntnisse daraus hätten gewonnen werden können.“

Szenarien, die sich aus der Ebola-Seuche für Deutschland und damit auch Berlin ergeben könnten, müssten rechtzeitig in Gedanken „durchgespielt“ werden, um sich dagegen zu wappnen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können, meinte Kerstin Philipp. „Hier wäre die Unterstützung der Berliner Feuerwehr, die darin ausgebildet ist, äußerst hilfreich und notwendig. Und das geschieht besser heute als morgen. Nach unseren Informationen gab es bereits eine gemeinsame Übung, deren Resultat aber nicht bekannt gegeben wurde. Das muss dringend nachgeholt werden. Das Ereignis von gestern war nur ein Wink mit dem Zaunpfahl.“