Zum Inhalt wechseln

GdP Berlin: Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 gibt Anlass zur Sorge - Senat muss Personalaufstockung oberste Priorität einräumen

Berlin.

Die ausführliche Polizeiliche Kriminalstatistik 2013, die am Montag dem Innenausschuss des Abgeordnetenhauses vorgelegt wurde, wirkt nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) wie ein schriftlich fixierter Beleg der über Jahrzehnte verfehlten Personalpolitik des Senats. „Die höchsten Fallzahlen seit Jahren und zugleich die niedrigste Aufklärungsquote, das ist ein Alarmzeichen für die notorische Unterbesetzung der Berliner Polizei. Das muss die Politik nicht nur endlich öffentlich zur Kenntnis nehmen, sondern hier auch massiv gegensteuern!“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp.

Sich die Statistik schönzureden – und nicht anders sei es zu werten, wenn Innenstaatssekretär Krömer davon spreche, dass Berlin z.B. in puncto Wohnraumeinbruch sicherer geworden sei – beruhige die Menschen kaum, die Opfer eines Einbruchs in die eigenen vier Wände würden. „Prävention ist hier das Zauberwort. Wir brauchen schlicht und ergreifend mehr polizeiliche Präsenz auf den Straßen. Doch darüber hinaus brauchen wir auch mehr Kripobeamte, die die Arbeit der Schutzbeamten durch Ermittlungsarbeit flankieren. Wichtig ist aber: Das muss flächendeckend in ganz Berlin geschehen! Von dieser Strategie dürfen die Außenbezirke nicht ausgenommen werden“, so Philipp weiter.

Kerstin Philipp erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Polizei in Berlin über die normale Arbeit hinaus fast täglich zudem größere Einsätze zu bewältigen hat. Diese könne sie schon lange nicht mehr alleine stemmen und sei meist auf Hilfe aus anderen Bundesländern angewiesen – wie zuletzt beim Einsatz an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg. „Auch wenn dies offenbar keiner wahrhaben will: Selbst Polizistinnen und Polizisten können nur jeweils an einem Ort sein und nicht gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten. Diese Erkenntnis sollte in höhere Einstellungszahlen münden.“