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GdP Berlin: Überstundenabbau bei der Feuerwehr dank fehlender Einsatzfahrzeuge - Ironie der Situation spottet jeder Beschreibung

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) freut sich für die Feuerwehrbeamten der Feuerwache Pankow. Ein Teil von ihnen kann nach Informationen der GdP seit einer Woche Überstunden abbauen, weil die Drehleiter der Feuerwache nach einem Einsatz wegen eines technischen Defektes in die Werkstatt musste. Ein Reservefahrzeug steht derzeit nicht zur Verfügung. Damit ist der 2. Rettungsweg, der laut Bauordnung Berlin in vielen Bereichen über Drehleitern sichergestellt wird, im Einsatzbereich Pankow nicht mehr zeitnah gewährleistet.

Oliver Mertens, Mitglied im Vorstand der GdP und zuständig für die Berliner Feuerwehr, sagte am Montag: „Die jahrelange Sparpolitik des Berliner Senats zeigt erneut ihre Wirkung. Wurde 2008 wegen Personalmangels bereits die Anzahl der Drehleitern in Berlin reduziert, treten jetzt aufgrund Fahrzeugmangels eklatante Sicherheitslücken auf!“

Auch wenn die Führung der Berliner Feuerwehr dies als bedauerlichen Einzelfall abtun sollte, Fakt sei, so Mertens: „Der Fahrzeugpark der Berliner Feuerwehr ist überaltert, Reservefahrzeuge sind Mangelware und oftmals in einem technisch nicht mehr zeitgemäßen Zustand. Statt eine Hauptstadtfeuerwehr in einer wachsenden Metropole mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, wird weiter an der falschen Stelle gespart!“

„Die meisten Einsatzfahrzeuge der Berliner Feuerwehr haben ihre Einsatzjahre längst überschritten“, ergänzte Michael Schombel, Vorsitzender der GdP-Bezirksgruppe Feuerwehr, „lange Reparatur- und Ausfallzeiten sind die Folge“. Damit kommt nach Ansicht von Oliver Mertens und Michael Schombel über den bestehenden Personalmangel hinaus ein weiteres großes Problem im Bereich der Fahrzeuge auf die Feuerwehr zu. Das bedeute, dass die Sicherheit in der Stadt in Gefahr sei, sind sich beide einig. Der Senat müsse nun umgehend handeln und auch in die Infrastruktur der Feuerwehr investieren.