Zum Inhalt wechseln

GdP Berlin begrüßt geplante behördenübergreifende Taskforce „Görlitzer Park“ des Innensenators

Dem Reden muss schnelles Handeln folgen

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat mit Zustimmung auf die Pläne von Innensenator Henkel reagiert, der nach den jüngsten Gewaltvorfällen rund um den Görlitzer Park nun alle Behörden an einen Tisch bringen und eine gemeinsame Strategie zur Lösung des Problems erarbeiten lassen will.

„Besser spät als nie“, kommentierte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Dienstag die Entscheidung. „Nach dem viel zu langen Zögern der Verantwortlichen im Bezirk ist das Eingreifen des Innensenators der Schritt in die richtige Richtung. Die GdP fordert Senator Henkel auf, das Bekämpfen der Kriminalität im und um den Görlitzer Park nun zur Chefsache zu machen und das Heft auch nicht wieder aus der Hand zu geben.“

Philipp wies darauf hin, dass die für den Görlitzer Park zuständigen Polizistinnen und Polizisten aus der Direktion 5 zuletzt vielfach neben der ständigen Arbeitsüberlastung auch Frust verspürt hätten. Frust, weil sie sich von der Bezirks- und Landespolitik mit ihren Problemen im Stich gelassen fühlten. Frust aber auch, weil Täter, die sie festgenommen hatten, kurz darauf schon wieder freigelassen worden und „aktiv“ im Park unterwegs gewesen seien. Kerstin Philipp verspricht sich von einer behördenübergreifenden Taskforce deshalb auch, dass Staatsanwaltschaft und Justiz künftig härter durchgreifen werden.

Kerstin Philipp: „Was jetzt nicht geschehen darf, ist, dass die Kolleginnen und Kollegen der Direktion mit noch mehr Arbeit als bisher überhäuft werden. Die gehen schon auf dem Zahnfleisch! Ich wiederhole daher noch einmal: Wir brauchen mehr Personal bei der Polizei, und zwar dringend! Denn … heute ist es der Görlitzer Park, morgen der Alexanderplatz und übermorgen das beschauliche Köpenick, das zum Brennpunkt von Kriminalität und Gewalt wird. Doch nur mit einer guten Personalausstattung ist die Berliner Polizei in der Lage, überall in der Stadt Sicherheit zu gewährleisten. Alles andere ist Flickschusterei.“