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Abzug der Polizei in Kreuzberg schnellstens vollziehen!

GdP Berlin unterstützt Ultimatum von Polizeipräsident Kandt

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürwortet das Ultimatum von Polizeipräsident Kandt an die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann, die Polizei schriftlich um Vollzugshilfe für die Räumung der Gerhart-Hauptmann-Schule zu bitten.

Andernfalls will Klaus Kandt den Einsatz der Beamtinnen und Beamten an dem Objekt schrittweise zurückfahren. „Der Abzug muss nicht gleich, sondern jetzt vollzogen werden“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Dienstag. „Die Polizei darf in dieser Sache nicht zum Punchingball der Kreuzberger Politik werden, die offenbar keinen Plan hat, wie sie das Problem in den Griff bekommt und deshalb auf Zeit spielt.“

Schon jetzt seien die Polizistinnen und Polizisten über Gebühr belastet, trotz der Unterstützung von Kräften aus anderen Bundesländern fehlten sie während der Sicherung des Bereiches um die Gerhart-Hauptmann-Schule für andere Aufgaben bzw. würden Überstunden machen müssen, so Philipp weiter. „Das geht nicht! Wenn ich dann noch höre, dass sich die Beamtinnen und Beamten vor Ort für die Arbeit, die sie leisten, von Passanten beschimpfen lassen müssen, geht mir die Hutschnur hoch. Frau Herrmann muss jetzt endlich handeln.“

Der stellvertretende Landesbezirksvorsitzende Detlef Herrmann hatte bereits gestern Abend in der Sendung „rbb AKTUELL“ die Position der GdP zum Ultimatum von Klaus Kandt verdeutlicht. Dabei wies er auf Arbeitszeiten der Polizistinnen und Polizisten von bis zu 19 Stunden am Tag und mehr als 60 Stunden in der Woche hin. Das sei ein Verstoß gegen arbeitszeitrechtliche Vorschriften und nicht akzeptabel, sagte Detlef Herrmann und forderte den sofortigen Abzug der Polizei aus Kreuzberg.