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Brandanschlag auf ein Polizeidienstgebäude

GdP-Berlin: Dienstgebäude sind in Berlin nicht ausreichend gesichert

Berlin.

Erneut wurde in der Nacht zum 13.07.2011ein Brandanschlag auf ein Polizeidienstgebäude verübt. Die Täter zündeten zwei Vordächer an und anschließend sprang das Feuer auf die Eingangstüren über. „Dieser Vorfälle machen erneut deutlich, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei den Polizeiobjekten verschärft werden müssen“, so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Michael Purper, heute.

„Das ist eine Folge der massiven ‚Rotstiftpolitik’ des Berliner Senats, der den Personalbestand des Zentralen Objektschutzes (ZOS) trotzt unserer Warnungen in den letzten Jahren von 1.727 auf 1.100 Polizeiangestellte im Objektschutz dramatisch zusammengestrichen hat. Wir fordern unverzüglich eine aktuelle Gefährdungsanalyse
  • für alle Objekte der Berliner Polizei,
  • für die Ausländerbehörde und die Zulassungsstellen des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) sowie
  • für die Bürgerämter in den Bezirken“,
so der Berliner Gewerkschaftsvorsitzende weiter.

Purper: „Wir fordern darüber hinaus, dass die Bewachung von Dienstgebäuden wieder von Polizeiangestellten im Objektschutz übernommen wird. Dafür muss zusätzliches Personal eingestellt werden. Es kann nicht sein, dass Politiker immer erst dann reagieren, wenn aufgrund mangelnder Vorsorge Sachschäden entstehen und/oder Menschen verletzt werden.“