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GdP-Berlin: Tarifkommission will Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Berlin.

Die Große Tarifkommission der Gewerkschaft der Polizei (GTK) hat in ihrer heutigen Sitzung die Streikleitung der GdP aufgefordert, ihre Zurückhaltung aufzugeben und jetzt den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Wenn es im Senat die Meinung gibt, dass man von unserem Streik nicht viel merkt, können wir das ändern.

Im Einzelnen fordert die GTK:
  • die Beschäftigten in den bezirklichen Ordnungs- und Bürgerämtern sofort und dauer-haft in den Streik zu führen
  • die Werkstätten der Feuerwehr weiter zu bestreiken
  • die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Service Einheit der Polizei (ZSE) unbefristet streiken zu lassen (Fahrdienst, Werkstätten, Sicherheitslogistik usw.)
  • die Bereiche ZSE V B (u. a. Bußgeldstelle) weiter und unbefristet zu bestreiken
  • aus den Bereichen der Polizeidirektionen die Polizeiangestellten im Sicherheits- und Ordnungsdienst (PAngSOD), Besatzungen der Radarfahrzeuge und Verkehrsüber-wachung nicht aus den Streikmaßnahmen herauszunehmen
  • und zusätzlich ständig zu prüfen, mit welchen Bereichen punktuell der Druck erhöht werden kann, so z.B. dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten mit den Zulassungsstellen, dem Führerscheinbüro und der Ausländerbehörde.

Zum Streik aufgerufen sind ab dem 19.06.08 bereits der Objektschutz und der Gefangenen-bewachungsdienst der Polizei.

Die Mitglieder der Tarifkommission sind der Überzeugung, dass nur so die berechtigten For-derungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem entsprechenden Nachdruck versehen werden können.

Uwe Kurzke, stellvertretender Vorsitzender der GTK: „Wir haben sehr wohl gemerkt, dass unsere Streiks Wirkung zeigen. Schließlich sind wir von einem „Null-Angebot“ jetzt bei 450 Euro für 2 Jahre. Das reicht nicht aus, um die Tarifverhandlungen wieder aufzunehmen, ist aber ein Anfang.“