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Brandenburg hat im Osten die längste ehemalige EU-Außengrenze.

GdP Brandenburg: Bei Grenzkriminalität kein Grund zur Entwarnung

Potsdam.

„Es gibt nicht nur ein hohes soziales Gefälle zwischen Brandenburg und Polen, sondern auch zu den anderen osteuropäischen Ländern. Dadurch gibt es einen enormen „Absatzmarkt“ für Diebesgut und hier insbesondere für gestohlene Kfz. Die Anleitungen für Kfz- oder Wohnungsaufbrüche sind im Internet nachlesbar und die Tatwerkzeuge leicht zu erwerben. So lange es lukrativer ist, Wohnungen aufzubrechen oder Kfz zu stehlen, als einer geregelten Arbeit nachzugehen, gibt es auch genügend Helfer", sagte der brandenburgische GdP-Landesbezirksvorsitzende Andreas Schuster. Diese Situation, so Schuster, werde sich nicht heute, nicht morgen und auch nicht in zehn Jahren ändern!

Innenminister a.D. Schönbohm behauptete bei der Umsetzung des Schengener Abkommens (Wegfall der Grenzkontrollen), dass sich keine erhöhte Kriminalität in der Grenzregion ergeben wird. Innenminister a.D. Speer verneinte, dass es überhaupt Grenzkriminalität gibt. Innenminister i. D. Woidke nimmt zur Kenntnis, dass es Grenzkriminalität auf einem sehr hohen Niveau gibt und zu einer erheblichen Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger in der Grenzregion, aber auch der mittelständischen Unternehmen, führt.

Die Polizei hat reagiert. Die Schaffung einer BAO Grenze mit 95 Mitarbeitern an 6 Standorten, der Einsatz der Bereitschaftspolizei, die Bekämpfung der so genannten Grenzkriminalität in den Polizeidirektionen und an der Fachdirektion LKA und nicht zuletzt die Zusammenarbeit im Bereich der Polizei und Justiz mit Polen zeigen erste Erfolge. Diese sind jedoch nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Es findet das tägliche Hase-und-Igel-Spiel statt. Die Straftäter auf der Jagd nach dem schnellen Geld sind technisch gut ausgerüstet und verfügen über modernste Informationsmöglichkeiten. Sie spähen unsere Kontrollpunkte aus und begehen erst dann ihre Straftaten, wenn sie sicher sind, dass sie nicht entdeckt werden und schnellstmöglich über die Autobahn die Flucht gen Osten antreten können.