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Kampf gegen Kinderpornographie

GdP Bremen: Anspruch und Wirklichkeit

Bremen.

Wie ernst ist es den politisch Verantwortlichen wirklich mit dem Kampf gegen die Kinderpornographie?

Seit Jahren weist die GdP schon darauf hin, dass die zuständige forensische Abteilung wegen fehlenden Personals in der Auswertung von Speichermedien um Jahre zurückliegt. Insider sprechen von bis zu 36 Monaten. Wir halten das für einen Skandal, der von unseren Kolleginnen und Kollegen schwer auszuhalten ist.

Bei der Polizei mangelt es zuhauf an Personal. Auch bei den Auswertern von Speichermedien, die IT-Spezialisten benötigen. Doch das Fachpersonal orientiert sich in andere Bereiche, wo höhere Gehälter winken. Der öffentliche Dienst ist längst nicht mehr so attraktiv, wie sich der Arbeitgeber es einredet.

Der Verlust von Spezialisten ist ein Fingerzeig für alle, die politische Entscheidungen treffen. Derzeit wird im Senat über die neuen Einstellungszahlen verhandelt. Hier werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Gibt es nicht ausreichend Neueinstellungen, wird die Polizei nicht nur im Kampf gegen die Kinderpornographie immer weiter ins Hintertreffen geraten. Wie ernst ist es den politischen Entscheidungsträgern wirklich damit, die Kriminalitätsbekämpfung für die Zukunft zu rüsten? Auch der Kampf gegen die Kinderpornographie gehört dazu.

"Die Empörung ist zu recht groß, wenn Fälle von Kindesmissbrauch bekannt werden. Denn nichts anderes ist Kinderpornographie. Hier werden hohe Ansprüche an die Strafverfolgungsbehörden gestellt. Doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen leider auseinander. Opfer dieser Politik sind Kinder jeden Alters. Und dafür tragen unsere Kolleginnen und Kollegen keine Verantwortung." erklärt Horst Göbel, Landesvorsitzender der GdP dazu.