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GdP Bremen: Einschreitende Polizistinnen und Polizisten nach Raubüberfall auf Altenheim fassungslos

Bremen.

Der Raubüberfall auf ein Altenheim in Bremen-Nord ist ein weiterer Anstieg der Brutalisierung im Deliktfeld Raub. Nach Spielhallen, Geschäften, Tankstellen, einem Hotel und Privathäusern schreckten Täter jetzt nicht davor zurück, ein Altenheim zu überfallen. Kriminelle Energie potenziert sich in einem atemberaubenden Tempo. Hier ist eine Grenze überschritten worden, die selbst erfahrene Polizistinnen und Polizisten rat- und fassungslos zurückließ. "Mich haben am darauf folgenden Tag Kollegen angerufen, die angesichts einer solchen Tat ihr Entsetzen ausdrückten. Sie fragen sich, was noch alles passieren muss, damit in Bremen die innere Sicherheit einen hohen Stellenwert erhält." fasste Horst Göbel, Landesvorsitzender der GdP, die Eindrücke zusammen.

Die Polizisten in Bremen glauben nicht daran, dass die Politik wirklich an eine Stärkung von Vollzugsorganen und Justiz interessiert ist. Diese wird einer Sparwut geopfert, die alles andere überlagert. Gleichzeitig wird auf der einen Seite in parlamentarischen Anträgen Handlungsfähigkeit suggeriert und auf der anderen Seite durch eine Halbierung der Einstellungszahlen bei der Polizei diese weiter geschwächt.

Dazu passt, dass die aktuelle Kriminalstatistik eine Steigerungsrate in der Gesamtkriminalität um rund 5% bei einer sinkenden Aufklärungsquote ausweist.

"Die Statistik weist nur deshalb keine noch dramatischeren Steigerungen auf, weil meine Kolleginnen und Kollegen über die Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit ihren Dienst verrichten, " so Horst Göbel zum Schluss.