Zum Inhalt wechseln

GdP Bremen: Gehälter kürzen oder Stellen streichen?

Bremen.

In unzähligen Unmutsbekundungen haben sich unsere Kolleginnen und Kollegen zur Absicht des Senats geäußert die Gehälter der Polizistinnen und Polizisten zu kürzen. Seit 1998 gab es für die Polizeibeschäftigten einen Lohnverlust von über 17%. Trotz großer Kompetenz und hoher Motivation bei den Polizeibeamten werden sie im Vergleich mit anderen Bremer Behörden deutlich geringer bezahlt. Über 70% aller Polizeibeamten werden unter dem Wert ihrer Stellen bezahlt. Zu allem Überfluss ist geplant, die ohnehin schon geringe Anzahl von Beförderungen noch weiter zu reduzieren.

Vor dieser negativen Gesamtschau will Innensenator Ulrich Mäurer den Polizistinnen und Polizisten die Gehälter kürzen. So wird mit einer Eigenbeteiligung bei der Freien Heilfürsorge der prozentuale Gehaltsverlust noch weiter gesteigert. Damit sind sie gemeinsam mit den Kollegen der Feuerwehr die einzigen, die mit ihrem persönlichen Einkommen für das Spardiktat des Senats haften. So setzt er weiter die unfaire, ungerechte Behandlung fort, die schon mit der Erhöhung der Lebensarbeit begann, welche in einem deutlich schnelleren Zeittakt realisiert wird, als die von Mitarbeitern anderer Behörden.

"Ulrich Mäurer hat nicht den Mut, der Finanzsenatorin den Stirn zu bieten und das abzulehnen. Er hat auch nicht den Mut, wie andere Ressorts auch, Stellen zu streichen und den Bürgern zu erklären, dass damit die Stadt wieder ein Stück unsicherer wird. Er geht lieber den Weg des nach Ansicht des Arbeitgebers geringsten Widerstandes und lässt es zu, dass denen in die Tasche gegriffen wird, die den Kopf hinhalten und sich vermeintlich nicht wehren können." so Horst Göbel, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.

Die Polizistinnen und Polizisten haben es satt, dass ihre Einkommen immer unsicherer und geringer und sie nur noch als Kostenstellen betrachtet werden. Wenn der Sparzwang im Ressort Inneres wirklich so alternativlos ist, dann soll Innensenator Ulrich Mäurer Stellen abbauen, Qualitätsstandards absenken und das den Bürgern erklären.