Zum Inhalt wechseln

GdP Bremen: Kriminalstatistik 2013 mit Licht und Schatten

Bremen.

Die Gewerkschaft der Polizei freut sich gemeinsam mit Senator Mäurer und dem Polizeipräsidenten, dass die Fallzahlen im Bereich der Einbruchskriminalität so stark zurückgegangen sind. Das ist insbesondere der guten Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, die verstärkt in der "dunklen Jahreszeit" eingesetzt waren. Das heißt, dass in anderen Bereichen zwangsläufig die Arbeit liegen bliebt und sich Überstunden aufbauten. Denn während die Einbruchszahlen zurückgegangen sind, schossen die Taschendiebstähle durch die Decke. Was mit dem Begriff "Taschendiebstahl" eher harmlos umschrieben wird, haben Jugendliche früher zum Teil als "Abziehen" bezeichnet. Eine Form der Kriminalität, die sich hart an der Grenze zum Raub befindet oder schon ein Raub ist. Wiederum ein Tatbestand, der nur bei Gewaltanwendung erfüllt ist.

Ebenfalls besorgniserregend ist der Anstieg der Fallzahlen im Bereich Gewalt gegen Polizeibeamte. Immerhin rund 20%. Jeder 10. der angegriffenen Beamtinnen und Beamten wurde dabei verletzt. Fazit: Ein Problem ist nach wie das hohe Niveau der Körperverletzungsdelikte und die anhaltend steigende Bereitschaft Polizisten mit Gewalt anzugehen. Darüber hinaus stellen wir fest, dass die Polizei wegen des Mangels an Personal nur noch schwerpunktmäßig Kriminalität bekämpfen kann. Sie ist dort erfolgreich, wo sie starke Präsenz zeigen kann. Eine Kriminalstatistik voll Licht und Schatten.