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GdP Bremen fragt nach Vorschlägen des Polizeipräsidenten zu Aufgabenbereichen

Bremen.

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt den starken Rückhalt durch Polizeipräsident Lutz Müller für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das verdeutlichte Müller auch auf der jüngsten Personalversammlung. In einem aktuellen Interview mit dem "Weser Kurier" erklärte er, dass sich die derzeitige Sicherheitslage Bremens als erfreulich darstelle. Gleichzeitig räumte er ein, dass dieser Standard erkauft werde durch eine hohe Belastung der Polizistinnen und Polizisten. Diese Belastung besteht bei der Polizei Bremens und Bremerhavens schon seit langem. Der derzeitige Sicherheitsstandard in Bremen ist im Angesicht des bevorstehenden Personalabbaus nur eine vorübergehende Erscheinung. Wird bei den Einstellungszahlen nicht massiv gegengesteuert, liegt die Bremer Polizei 2017 über 40 und 2020 über 200 unter den heutigen Personalzahlen.

"Die Gewerkschaft der Polizei wüsste vom Polizeipräsidenten gerne, welche Vorschläge er zur Reduzierung von Aufgabenbereichen macht, wenn es weniger Personal gibt", so Horst Göbel, Landesvorsitzender der Bremer GdP.

Der Polizeipräsident hat in seinem Interview von "gerechter Ressourcenverteilung" gesprochen. Die Gewerkschaft der Polizei ist nicht damit einverstanden, einen Ausgleich herzustellen, in dem Bremerhaven Personal abgibt, sondern es muss darum gehen, Bremen zu verstärken. "Vielleicht fängt man in Bremen erst einmal damit an, nicht neun Polizisten zum Landesamt für Verfassungsschutz zu versetzen und damit den Personalhaushalt der Bremer Polizei zu belasten," sagte Göbel. "Denn für uns ist das nicht nur im Hinblick auf das Trennungsgebot ein fragwürdiger Vorgang."