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GdP Bremen kritisiert regelmäßiges Gejammer der Arbeitgeber

Bremen.

Jahr für Jahr jammert der öffentliche Arbeitgeber über tariflich ausgehandelte Gehaltserhöhungen. Tarifverhandlungen sind auch für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst ein selbstverständliches Recht. Wer vom öffentlichen Dienst eine hohe Qualität erwartet, muss ihn entsprechend bezahlen. Das erwarten auch Beamtinnen und Beamte. Für die Schulden des Landes Bremen sind sie nicht haftbar zu machen. Und dennoch verzichten auch Polizisten seit Jahren auf Teile ihres Einkommens. In einem gesamtdeutschen Vergleich aus dem Jahre 2010 lagen Bremer Beamte sämtlicher Bereiche auf Platz 13 aller Beamtenbesoldungen.

Der öffentliche Arbeitgeber will aber alles: Erfüllung aller anstehender Aufgaben, eine qualitativ hochwertige Arbeit, ständige Verfügbarkeit, Loyalität sowie den Verzicht auf Arbeitnehmerrechte und Lohn. Ohne den öffentlichen Dienst wäre dieses hochkomplexe Gemeinwesen nicht einen Tag überlebensfähig. Er soll innere Sicherheit, Bildung und soziales Überleben in einem größtmöglichen Umfang sicherstellen. Dazu benötigt der Staat aber Personal.

Das bezahlten die Beschäftigten in der Vergangenheit mit ihrem persönlichen Einkommen. Polizistinnen und Polizisten sind jetzt nicht mehr bereit, für ein Halten der Personalzahlen ihr Gehalt einzubüßen. Sie erwarten ohne Wenn und Aber die Übernahme des Tarifergebnisses.

„Wir befinden uns in Bremen an einem Scheideweg. Der öffentliche Arbeitgeber muss entweder Farbe bekennen und den Bürgern dieses Landes erklären, was er zukünftig mit weniger Personal noch leisten kann. Oder er sorgt für mehr Einnahmen im Sinne von „Umfairteilen“, damit er die berechtigten Ansprüche der Bürger auf Daseinsvorsorge auch zukünftig erfüllen kann.“ erklärt dazu Horst Göbel, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.